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STARTHILFE UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG
Unternehmensnachfolge: Neue Chefs mit viel Nachholbedarf
Immer mehr Unternehmer suchen außerhalb der Familie einen Nachfolger für den Chefsessel. Fast 4 von 10 übergabereifen Betrieben müssen in den nächsten 5 Jahren diesen Weg gehen. Doch vielfach reicht das Know-how potenzieller Nachfolger nicht aus, um einen Betrieb erfolgreich weiter zu führen. Das zeigt ein bundesweiter Aktionstag von 61 Industrie- und Handelskammern mit 2.800 Nachfolgeinteressierten und damit potenziellen Neuunternehmern.
- 38 Prozent der Kandidaten für die Nachfolge weisen starke Defizite in punkto unternehmerischer Qualifikation auf: Häufig hapert es an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, aber auch an Überzeugungskraft und der sprichwörtlichen unternehmerischen "Spürnase".
- 37 Prozent unterschätzen die Anforderungen an eine Unternehmensübernahme: Gerade bei langjährig bestehenden Kunden-, Zuliefer- und Mitarbeiterstrukturen braucht der Mann oder die Frau an der Spitze viel Fingerspitzengefühl, aber auch Durchsetzungsvermögen. Doch allzu oft treffen die IHKs die sorglose Einstellung an, die Übernahme eines Unternehmens sei eine "Gründung im gemachten Nest".
- 35 Prozent der neuen Selbständigen berichten den IHKs zudem von teils erheblichen Finanzierungsproblemen. Auch bei manch florierendem Übernahmekandidaten droht das Scheitern von Nachfolgeverhandlungen, wenn die "Neuen" bei Kreditinstituten die geforderten Sicherheiten nicht vorweisen können. Zudem kalkulieren Altinhaber in den Kaufpreis verständlicherweise auch steuerliche Liquiditätsabflüsse etwa durch die Versteuerung von Verkaufsgewinnen ein. Die Folge: Hohe Besteuerung erhöht den Kaufpreis.
Folge: Jährlich schließen fast 6.000 Unternehmen ihre Pforten, weil kein geeigneter Nachfolger gefunden wird - das Aus für mehr als 30.000 Arbeitsplätze! Damit diese Zahlen nicht weiter ansteigen, brauchen wir eine breitere Basis für das Unternehmertum in Deutschland.
Mehr Unternehmertum
… in die Schulen
- Kaufmännisches Know-how ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Betriebsweiterführung. Um die Nachfolgeproblematik zu lindern, muss vor allem die Qualifikation künftiger Gründer verbessert werden. Das Thema "Selbständigkeit" gehört deshalb durchgängig in die Lehrprogramme - von der Schule bis zur Universität.
… in die Politik
- Ein einfaches Steuersystem mit niedrigem Steuersatz und möglichst wenig Ausnahmetatbeständen würde viele Nachfolgeverhandlungen erleichtern. Zudem würden ein durchgreifender Bürokratieabbau und eine Liberalisierung des Arbeitsrechts die Option "Selbständigkeit" für viele Menschen attraktiver machen. Eigenverantwortung muss wieder Leitmotiv der Wirtschaftspolitik werden.
… in die Köpfe
- Jeder Übernahmeinteressent sollte sich selbstkritisch fragen: Bin ich ein Unternehmer? Kann ich nötigenfalls das Ruder herumreißen und einen neuen Kurs einschlagen? Kann ich meine Mannschaft überzeugen und begeistern? Eins ist klar: Ohne das nötige Rüstzeug droht das "Unternehmen Nachfolge" zu scheitern.
Nehmen Sie deshalb mit unserem Ansprechpartner Kontakt auf und diskutieren Sie mit ihm Ihr Vorhaben. Er kann Ihnen viele Tipps, Möglichkeiten und Empfehlungen auf den Weg geben, die er selbst als ehemaliger Mittelständler aus der Praxis mitbringt. Er hilft Ihnen bei der Finanzierung, weiß über Förderprogrammhilfen Bescheid und kann Ihnen auch subventionierte Coaching-Hilfestellung erfahrener Berater für den Nachfolgeeinstieg geben.
