Downloads
-
Liquiditätsplan
(PDF, 114 KB) (Dokument-Nr.: 9561)
Immer gut bei Kasse!
Gründerinnen und Gründer müssen jederzeit in der Lage sein, ihre laufenden Kosten und fällige Rechnungen bezahlen zu können, sprich sie müssen liquide sein. Doch auch ein rentabel arbeitender Betrieb kann zahlungsunfähig, sprich illiquide, werden. Es brauchen nur einige Kunden später als erwartet zu bezahlen oder gar ein Großkunde komplett auszufallen. Häufige Folge sind dann Liquiditätsschwierigkeiten. Sie gehören zu den größten Problemen und wichtigsten Pleite-Ursachen nicht nur junger Unternehmen.
Daher muss die Liquidität eines Unternehmens systematisch geplant und überwacht werden. Dies geschieht mit Hilfe einer Liquiditätsrechnung, die laufend aktualisiert werden muss.
Liquiditätsrechnung erstellen
Bei einer Liquiditätsrechnung sollten Gründerinnen und Gründer zunächst einmal ihre Einnahmen ihren Ausgaben gegenüberstellen. Voraussetzung dafür ist eine aussagekräftige Kostenrechnung.
Aus der Differenz der Einnahmen und Ausgaben ergibt sich der monatliche Überschuss (Überdeckung), den Gründerinnen und Gründer zu Verfügung haben, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Womöglich stellt sich auch ein Fehlbetrag (Unterdeckung) heraus, den sie schnellstmöglich beheben sollten.
Auf ausreichendes Eigenkapital achten
Generell gilt: Eine Mindestausstattung an Eigenkapital stellt sicher, dass nicht schon geringe Verluste zu einer Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung und damit zum Konkurs führen. Je höher das Eigenkapital ist, desto besser ist auch der Verhandlungsspielraum mit den Kreditgebern bei finanziellen Engpässen.
Liquiditätsreserven schaffen
Liquidität ist für Gründerinnen und Gründer wichtig. Sie sollten daher immer einen bestimmten Betrag zur Verfügung haben, ihre Liquiditätsreserve. Für ihre tägliche Arbeit ist diese Liquiditätsreserve von zentraler Bedeutung. Denn je besser sie ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen, desto größer ist ihr finanzieller Handlungsspielraum. Gründerinnen und Gründer sollten daher immer bestrebt sein, die Liquiditätsreserven ihres Unternehmens zu sichern und durch die Zuführung neuer liquider Mittel sogar noch zu erhöhen. Denn Liquiditätsengpässe und ihre existenzbedrohenden Auswirkungen können durch den Aufbau einer kleinen aber ausreichenden Liquiditätsreserve vermieden werden.
Was tun bei drohender Unterdeckung?
Bei einer drohenden Unterdeckung sollten Gründerinnen und Gründer:
Oft machen Liquiditätsengpässe, beispielsweise durch zu hohe Außenstände, auch die Erhöhung des Kontokorrentrahmens (Dispositionskredit) erforderlich.
Gründerinnen und Gründer sollten ihrer Bank oder Sparkasse in solch einem Fall dann die Hintergründe erklären und ihr einen Liquiditätsplan und ein Liste mit Ihren Außenständen vorlegen.