Externe Links
-
Regionalmonitor zur Innovationsregion (Link: http://www.innovationsregion-ulm.de/fileadmin/mount/content/Presse/06_11_Regionalmonitor.pdf)
Optimierungsbedarf bei Verkehr und Kinderbetreuung
Die Bürger im Landkreis Biberach sind sehr zufrieden mit ihrer Heimat. Das ergab der so genannte Regionalmonitor - eine Bevölkerungsstudie im Auftrag der IHK Ulm. Vor allem in den Teilbereichen Arbeitsplatzangebot, wirtschaftliche Lage und Landschaft wurden gute Noten vergeben. Doch es gibt auch Bedarf zum Nachbessern: Hier wurden vor allem die Bereiche Kinderbetreuung, Integration und Verkehr angeführt. Insbesondere der ÖPNV stellt sich unbefriedigend dar.
Die IHK Ulm hat gemeinsam mit der Stadt Ulm, der SWU und der Innovationsregion den „Regionalmonitor“ in Auftrag gegeben. Bei dieser Bevölkerungsstudie werden halbjährlich Befindlichkeiten und Entwicklungen in der Region durch Befragung ermittelt. Dabei werden die subjektiven Meinungen gemessen, analysiert und interpretiert. So entsteht ein Stimmungs- und Meinungsbarometer für die regionale Bürgerschaft. Die Befragung wurde im Februar 2011 zum ersten Mal durchgeführt. Um Ergebnisse für das gesamte Kammergebiet zu erhalten, wurde die partnerschaftliche Befragung in Ulm und im Alb-Donau-Kreis eigens von der IHK um den Landkreis Biberach erweitert. Dort beteiligten sich 251 Personen an der Umfrage.
Die Zufriedenheit der Menschen im Kreis kristallisierte sich dabei in einer Gesamtbetrachtung als sehr hoch heraus. Gut 80 Prozent vergeben die Noten 1 (35 Prozent) und 2 (48 Prozent).
Und obwohl zwei Drittel der Befragten erst im Verlauf ihres Lebens in den Kreis zugezogen ist, geben 66 Prozent der Befragten an, sich mit ihrem Wohnort stark verbunden zu fühlen.
„Das sind sehr gute Werte“, erläutert Andrea Katz vom gleichnamigen Institut aus Pforzheim, die gemeinsam mit Hagstotz ITM Research & Consulting und dem Ulmer Marktforschungsinstitut abs für die Durchführung der Studie verantwortlich war.
Bei den Rahmenbedingungen werden vor allem das Arbeitsplatzangebot, die wirtschaftliche Lage und die Landschaft positiv bewertet. Offen nach den Stärken des Kreises gefragt, wurde nach der Kategorie Arbeits- und Wirtschaftslage der Oberbegriff „Land und Leute“ - dies umfasst Lage, Landschaft, Heimat, Menschenschlag - mit 43 Prozent am höchsten bewertet.
Lebensbereiche, in denen aus Sicht der Bürger noch Optimierungsbedarf besteht, sind überwiegend im sozialen Bereich zu finden. So fallen die Noten für das Angebot an Kinderbetreuung und Kultur sowie für die Themen Integration und Umweltorientierung insgesamt niedriger aus. Auffallend ist zudem, dass bei einer Unterscheidung der befragten Haushalte, Haushalte mit Kindern bis 16 Jahre nahezu durchweg schlechtere Wertungen abgeben als die anderen Haushalte. Dies gilt besonders für die Bereiche Kinderbetreuung, Kinder-/Familienfreundlichkeit und Weiter-/Ausbildungsmöglichkeiten. Offen nach den Schwächen des Kreises gefragt, taucht mit 44 Prozent bei allen Befragten das Thema Verkehr auf. Gerade beim ÖPNV zeigen sich lediglich 43 Prozent zufrieden.
Die zweite telefonische Befragungswelle des Regionalmonitors wird nach der Sommerpause starten. Um Trends und Zeitreihen zu erhalten, werden die gleichen Basisfragen wie bei der jetzigen Studie zum Einsatz kommen. „Für uns stellen solche Befragungsergebnisse eine ideale Ergänzung zu den harten Statistiken
dar“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle die Gründe für die Beauftragung der Studie. „Erst aus der Kombination beider Dinge lassen sich die bestmöglichen Strategien für die Region ableiten.“ Gerade im sich immer mehr verschärfenden Kampf um die Fachkräfte sei es auch für Unternehmen wichtig zu wissen, welche regionalen Vorzüge und Nachteile potentielle Mitarbeiter zu erwarten haben.