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PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

IHK-Region Ulm ist die jüngste Region Deutschlands

Bevölkerung nimmt bis zum Jahr 2030 leicht ab

Ulm, 22. Februar 2010

Nr. 30

Die IHK-Region Ulm ist die jüngste Region in Deutschland. Sie verfügt außerdem über eine besonders günstige Altersstruktur. „Das sind echte Standortvorteile für unsere Region”, so IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle.

Zum 31. Dezember 2008 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung in der IHK-Region Ulm 41,1 Jahre. Damit ist die IHK-Region Ulm die Region mit dem niedrigsten Durchschnittsalter aller 80 IHK-Regionen in Deutschland; sie liegt 2,1 Jahre unterhalb des Bundesdurchschnitts und 1,1 Jahre unterhalb des Durchschnittsalters von Baden-Württemberg.

Baden-Württemberg stellt wiederum das bevölkerungsjüngste Bundesland in Deutschland dar. Keine der Regionen in Baden-Württemberg weist ein höheres Durchschnittsalter als den Bundeswert auf. Dies gilt besonders auch für die IHK-Regionen Reutlingen, Bodensee-Oberschwaben (jeweils 41,8 Jahre), Ostwürttemberg (42,2 Jahre) sowie Stuttgart (42,3 Jahre) und damit für unmittelbare Nachbarn der jüngsten Region Deutschlands. Und auch auf bayerischer Seite grenzt mit der IHK-Region Augsburg (42,3 Jahre) eine Region mit niedrigem Durchschnittsalter an. Somit wird der Standortvorteil für die IHK-Region Ulm durch das günstige Umfeld noch verstärkt.

Altersstruktur und Bevölkerungsprognose günstig
Zudem stellt sich auch die Altersstruktur in der IHK-Region Ulm besonders günstig dar: Die Region hat im jungen Baden-Württemberg den größten Anteil an der Bevölkerungsgruppe der unter 18-Jährigen. Dagegen weist sie bei den über 65-Jährigen den niedrigsten Anteilswert im Lande auf.

Nach der neuesten Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamtes wird die IHK-Region Ulm auch im Jahr 2030 die Region mit dem niedrigsten Durchschnittsalter in Baden-Württemberg sein, wenngleich sich dieses um 4,6 Jahre erhöht. Zudem wird die Region den geringsten Bevölkerungsrückgang verzeichnen (-1,9 Prozent: Baden-Württemberg: -3,5 Prozent). Bis zum Jahr 2015 ist entgegen dem allgemeinen Trend sogar noch ein Bevölkerungswachstum auszumachen.

Ursache dieser Entwicklungen ist zum einen das überdurchschnittliche Geburtenniveau. Zwar liegt auch in der IHK-Region Ulm die Geburtenrate unter dem bestandserhaltenden Niveau, mit durchschnittlich 4.640 Geburten pro Jahr wurde die durchschnittliche Zahl der Sterbefälle im Zeitraum von 2005 bis 2007 aber dennoch übertroffen. Folglich zählt die IHK-Region Ulm zu den wenigen Regionen in Baden-Württemberg, die noch einen Geburtenüberschuss verzeichnen können. Zudem fällt der positive Geburtensaldo mit einem Wert von 0,9 je 1.000 Einwohner in hiesiger Region am höchsten aus.

Zum anderen trägt auch der positive Wanderungssaldo zu den genannten Entwicklungen bei. Aufgrund der Wirtschaftsstärke und der hohen Lebensqualität wirkt die Region seit Jahren als Zuwanderungsmagnet. Im Jahr 2008 zogen rund 315 Menschen mehr zu, als im gleichen Zeitraum fortzogen. Und in den Vorjahren fiel der positive Wanderungssaldo oftmals noch deutlich höher aus.

„Die Bevölkerungszahlen für unsere Region sind sehr erfreulich. Dennoch sollten wir nicht die Augen davor verschließen, dass auch unsere Region von der demografischen Entwicklung betroffen sein wird. Vor allem die Alterung der Gesellschaft ist eine große Herausforderung. Dem tragen wir mit unserer Demografie-Initiative Rechnung. Die darin angebotenen, kostenfreien Beratungen zur Planung und Umsetzung von demografiebewusstem Personalmanagement erfreuen sich reger Nachfrage”, kommentiert Otto Sälzle die Ergebnisse.

Der Blick auf die Kreise und Gemeinden der IHK-Region Ulm:
Der Landkreis Biberach und der Alb-Donau-Kreis gehören mit einem Durchschnittsalter von 40,7 bzw. 41,0 Jahren zu den vier jüngsten der 44 Kreise in Baden-Württemberg. Im gesamtdeutschen Ranking der 429 Stadt- und Landkreise belegen sie die Plätze 10 und 12. Dabei stechen die beiden Landkreise besonders mit einem deutlich überdurchschnittlichen Anteil bei den unter 20-Jährigen hervor. Auch der Stadtkreis Ulm verzeichnet mit einem Durchschnittsalter von 41,8 Jahren einen Wert unterhalb des Bundes- und Landesdurchschnitts (Platz 14 in Baden-Württemberg, Platz 56 in Deutschland). Im Stadtkreis sind es allerdings weniger die unter 20-Jährigen, die den Alterdurchschnitt senken, sondern vielmehr die zahlreichen 20- bis 40-Jährigen.

Das eindrucksvolle Ergebnis der Region spiegelt sich auch bei einem Blick auf die kommunale Ebene wider. Gerade einmal zehn von 101 Gemeinden in der Region liegen oberhalb des Landesdurchschnitts. Dabei führen die Gemeinden Unterwachingen (36,6 Jahre), Altheim (36,7 Jahre) und Unterstadion (36,9 Jahre) das Feld der jungen Kommunen an.

DOKUMENT-NR. 19808

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