- Telefon: 0731 173-122
- Fax: 0731 173-292
Ulm, 27. August 2009
Nr. 142
IHK Ulm und RKW Baden-Württemberg helfen kleinen und mittleren Unternehmen in der Wirtschaftskrise
Der Maschinenbau verzeichnete im Mai 2009 einen Auftragseinbruch von fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, einzelne Bereiche wie die Zulieferer für die Nutzfahrzeugbranche sogar von mehr als 80 Prozent. Dieser Rückgang wirkt sich aufgrund der typischen Auftragszyklen der Branche verzögert auf Umsätze und Produktionsvolumina aus.
Da der Zahlungseingang bei den Unternehmen oft erst nach 70 bis 80 Tagen oder noch später erfolgt, wird der Rückgang im Volumen erst im zweiten Halbjahr 2009 voll auf die Liquiditätssituation der Unternehmen durchschlagen. Jetzt ist rechtzeitiges Reagieren angesagt, um mögliche Finanzlücken zu schließen. Deshalb erhalten Unternehmen, die von der Krise betroffen sind, maßgeschneiderte Unterstützungsangebote von der IHK Ulm in Kooperation mit dem RKW Baden-Württemberg.
In einem ersten, kostenfreien Vor-Ort-Gespräch bei den Unternehmen werden diese betriebsindividuellen Lösungen entwickelt und die Möglichkeiten und Maßnahmen aufgezeigt. Die weitere beratende Unterstützung umfasst kurzfristige Maßnahmen zur Sicherung der Unternehmensposition ebenso wie langfristig wirksame Maßnahmen zur Festigung.
Der Einstieg in die Beratung kann über das bestehende
Kurzberatungsprogramm des Landes erfolgen. Für Mitgliedsunternehmen
der IHK Ulm mit einem Vorjahresumsatz unter
5 Millionen Euro kosten zwei Beratungstage
590,00 Euro, weil hier noch zusätzlich Zuschüsse von der IHK Ulm
einfließen. Für eine gegebenenfalls notwendige Weiterführung der
Beratung hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg ein
Sonderprogramm aufgelegt. Dieses Programm richtet sich an kleine
und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg, die weniger als
250 Beschäftigte und einen Jahresumsatz von höchstens
50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von
höchstens 43 Millionen Euro haben. Dabei können bis zu
vier Beratungstage mit 400,00 Euro Zuschuss pro Tag gefördert
werden. Die geförderten Beratungen können etwa bei
Liquiditätsproblemen zur Vorbereitung und Begleitung von
Bankgesprächen dienen oder bei Finanzierungskonzepten und
Kreditanträgen schnelle Hilfe leisten.
Ein Unternehmen kommt für die geförderte Beratung in Frage, wenn es beispielsweise durch steigende Verluste, sinkende Umsätze, wachsende Lagerbestände, Überkapazitäten, einen verminderten Cash-flow oder eine zunehmende Verschuldung und Zinsbelastung in Schwierigkeiten geraten ist.
IHK Ulm
Olgastraße 95-101 - 89073 Ulm
Postfach 24 60 - 89014 Ulm
Telefon : 0731 / 173-0
Telefax : 0731 / 173-173
E-Mail : info@ulm.ihk.de