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PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Umweltzone: miserable Bilanz

Ulm, 30. Oktober 2009

Nr. 172

Schlechtere Luft trotz Umweltzone. „Ein politisches Feigenblatt”, bewertet IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle die miserable Bilanz der Ulmer Umweltzone. Die IHK Ulm fordert erneut ein vernünftiges B 10-Baustellenmanagement. Sälzle: „Das ist ein wirkungsvollerer Ansatz”.

Seit der Einführung der Umweltzone in Ulm am 1. Januar 2009 wurde der Feinstaub-Grenzwert an der Messstelle in der Zinglerstraße bis zum 6. Oktober 2009 bereits 30 Mal überschritten – zwölf Mal mehr als im gesamten Jahr 2008. Und das, obwohl es 2008 noch keine Umweltzone in Ulm gab. „Die Beibehaltung oder neue Einrichtung von Umweltzonen kann nur als politisches Feigenblatt bezeichnet werden”, so IHK-Hauptgeschäftsführer Sälzle.

Dass in Neu-Ulm ab 1. November auch eine Umweltzone eingeführt wird, sei deshalb nicht nachvollziehbar. Für den Amtsschimmel ist das nach Auffassung der IHK Ulm ein besonderer Freudentag. Denn Ausnahmegenehmigungen müssen zweimal beantragt werden. „Das ist eine zusätzliche Belastung und ein Negativbeispiel für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit”, kritisiert Sälzle.

Das Jahr 2009 belegt, dass für die hohen Feinstaubwerte vor allem die Witterungsbedingungen entscheidend sind Trotz den viel zitierten positiven Wirkungen der Abwrackprämie sind die Feinstaubwerte in Ulm trotz vieler schadstoffärmerer Neufahrzeuge deutlich gestiegen.

Neben der Witterung haben nach Auffassung der IHK Ulm in diesem Jahr vor allem die Baustellen an der B 10 zu erhöhten Feinstaubwerten beigetragen. Sälzle empfiehlt den Befürwortern der Umweltzone, sich mit Nachdruck für eine verkürzte Bauzeit an der B 10 einzusetzen. „Das wäre konsequent”, sagt Sälzle.

Um ein „vernünftiges Baustellenmanagement für die B 10” zu erreichen, will die IHK Ulm der Stadt mit 200.000 Euro und Sachverstand unter die Arme greifen will. „Davon werden alle profitieren: die Luftqualität genauso wie alle staugeschädigten Unternehmen und Besucher”, ist sich Sälzle sicher.

DOKUMENT-NR. 18962

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