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PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Bilanz des Ausbildungsmarkts 2009

Zahl der Bewerber um Ausbildungsplätze geht zurück – Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen bleibt hoch – Lehrstellen können nicht besetzt werden

Ulm, 1. Oktober 2009

Nr. 161

Die Region bekommt den drohenden Fachkräftemangel zu spüren: Die Zahl der Bewerber um einen Ausbildungsplatz geht zurück, erste Unternehmer können freie Lehrstellen schon nicht mehr besetzen. Gesucht werden Auszubildende für die Berufe: Berufskraftfahrer, Fachinformatiker, Fachleute für Systemgastronomie, Hotelfachleute, Kaufleute im Einzelhandel, Köche und Verfahrensmechaniker für Kunststofftechnik.

Die Unternehmen aus Industrie, Dienstleistung und Handel in der IHK-Region Ulm haben bis Ende September 2009 2.480 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Im Vergleich zum Spitzenjahr 2008, in dem der Höchststand an Ausbildungsverträgen seit 20 Jahren erreicht wurde, sind es 147 Ausbildungsverträge oder 5,6 Prozent weniger. Das ist ein deutlich geringerer Rückgang als bei den Schulabgängerzahlen von 7,7 Prozent seit 2007.

In der IHK-Region Ulm ist aber die Bereitschaft der Unternehmen ungebrochen hoch, sich in der Berufsausbildung junger Menschen zu engagieren – trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds. Dies zeigt die Zahl der noch unbesetzten Ausbildungsplätze. Die Unternehmen suchen für 55 Ausbildungsplätze und 110 Plätze für Einstiegsqualifizierungen noch geeignete Bewerber.

Zu den Nachvermittlungsbörsen im September wurden von den Agenturen für Arbeit Ulm und Biberach in diesem Jahr deutlich weniger Jugendliche ohne Ausbildungsplatz eingeladen. Ihre Zahl ist von 575 im Vorjahr auf 144 Jugendliche abgeschmolzen. Den tatsächlich auf den Nachvermittlungsbörsen erschienen Jugendlichen konnten Arbeitsagenturen, Handwerkskammer und IHK insgesamt 379 Ausbildungsplätze und 170 Plätze für Einstiegsqualifizierungen anbieten. Rein rechnerisch standen so bei den Börsen jedem Jugendlichen mindestens zwei Vermittlungsangebote gegenüber.

Der Rückgang der Bewerber um Ausbildungsplätze ist vor allem auf die demografische Entwicklung zurückzuführen. So ist nach Berechnungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg die Zahl der Schulabgänger mit einem Hauptschulabschluss oder einem mittleren Abschluss in Baden-Württemberg seit 2007 um 7,7 Prozent zurückgegangen. Folge dieses Rückgangs ist, dass die Unternehmen ihre Ausbildungsplätze zunehmend schwerer besetzen können.

Im Vergleich zum Vorjahr weisen in der IHK-Region Ulm alle Kreise einen Rückgang auf: im Alb-Donau-Kreis sind es -12,5 Prozent, im Landkreis Biberach -4,3 Prozent und in der Stadt Ulm -2,7 Prozent. Die Ausbildungsverträge mit gewerblich-technischen Berufen sind um 6,4 Prozent zurückgegangen, mit kaufmännischen Berufen um 5 Prozent. Betroffen sind vor allem Berufe im Metall-, Elektro- und IT-Bereich, im Handel, im Transportgewerbe und der Logistik sowie Büroberufe.

DOKUMENT-NR. 18663

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