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PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Verzögerung bei der Bahnunterführung in Erbach „nicht nachvollziehbar”

Knappe Kassen: Land will Baubeginn verschieben

Ulm, 23. Oktober 2009

Nr. 178

Aus finanziellen Gründen will das Land Baden-Württemberg den für 2010 geplanten Baubeginn der Bahnunterführung in Erbach verschieben. Für die Wirtschaft hat dieses wichtige Verkehrsprojekt aber hohe Priorität. „Die Entscheidung ist für mich nicht nachvollziehbar. Mich erinnert der Vorgang an die Echternacher Springprozession. Ich möchte Sie herzlich bitten, diesem Treiben ein Ende zu bereiten und für Erbach sowie die Region Klarheit zu schaffen”, protestiert IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle bei Verkehrs-Staatsekretär Rudolf Köberle gegen die Entscheidung.

Sälzle macht in einem Brief an die Politiker die Position der Wirtschaft deutlich: „Die Eisenbahnunterführung in Erbach im Zuge der Landstraße 240 ist dringend notwendig. Denn beim Schließen der Bahnschranke kommt es regelmäßig zu einem erheblichen Rückstau auf die B 311, so dass der Verkehr im Zuge der gesamten Ortsdurchfahrt von Erbach zum Erliegen kommt. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Stadt Erbach haben alle Beteiligten das Kunststück fertig gebracht, ein Planfeststellungsverfahren zügig durchzuführen und die in vielen Fällen mindestens eben so schwierige Vereinbarung nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz rasch zu Stande zu bringen. Somit wurden diese zwei Schritte vorwärts geradezu mit Leichtigkeit genommen, wenn man sie mit anderen Verfahren vergleicht.”

Für die IHK Ulm sei es „beim besten Willen nicht nachzuvollziehen, dass jetzt ausgerechnet bei der Finanzierung von Seiten des Landes wieder ein Schritt zurück gemacht werden soll, nachdem zwei Drittel der Kosten von Bund und Bahn AG getragen werden. So könnte mit einem vergleichsweise kleinen Engagement des Landes eine gerade in der heutigen Zeit wichtige Investition von rund 8 Millionen Euro getätigt werden, die gleichzeitig ein dringendes Verkehrsproblem löst.”

Fazit von Otto Sälzle: „Unsere Region ist bei der Zuweisung von Straßenbaumitteln im Vergleich zu Nachbarregionen deutlich benachteiligt. Deshalb sollten die wenigen Projekte, die wir haben, zügig umgesetzt werden. Die Bahnunterführung in Erbach ist das einzige Projekt in der Region, das derzeit baureif ist!”

Sälzle appelliert an Staatssekretär Köberle und die regionalen Abgeordneten, dafür Sorge zu tragen, „dass dieses Projekt wie vorgesehen im Jahr 2010 in Angriff genommen werden kann.”

DOKUMENT-NR. 18896

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