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PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Seit Einführung der Umweltzone mehr Feinstaub in Ulm

Ulm, 8. April 2009

Nr. 52

2008 gab es in Ulm keine Umweltzone – und auch kein Feinstaubproblem. Seit Januar 2009 hat Ulm eine Umweltzone – und mit ihr auch ein Feinstaubproblem. IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle wundert das nicht.

Die erste Zwischenbilanz der Ulmer Umweltzone findet Sälzle „verheerend”. Die Stadt habe 150.000 Euro für Verkehrsschilder bezahlt, der bürokratische Aufwand sei enorm und Autofahrer wie Unternehmen müssten für Plaketten und Ausnahmegenehmigungen bezahlen. „Die Krönung ist, dass die Feinstaubbelastung in den ersten zehn Wochen nach der Einführung der Umweltzone bereits so hoch war wie im gesamten Kalenderjahr 2008”, so Sälzle. Spätestens jetzt müsste sich die Erkenntnis durchsetzen, dass Feinstaub von der Witterung abhänge und die Umweltzone politisch motivierter Unsinn sei, betont der IHK-Hauptgeschäftsführer erneut.

Die äußerst großzügige Erteilung der Ausnahmegenehmigungen von den Fahrverboten zeige, dass auch bei der Stadt Ulm wohl niemand mehr an deren Wirksamkeit glaube. Bisher seien lediglich sieben Anträge abgelehnt worden, während rund 620 Ausnahmegenehmigungen erteilt wurden! Des Weiteren verweist die IHK darauf, dass andere wirksame Ausnahmen wie die Sperrung der Zinglerstraße für den Schwerlastverkehr oder die Durchsetzung eines Verbots des Abkürzungsverkehrs zwischen A 7 und A 8 immer noch nicht in Angriff genommen wurden. Die logische Konsequenz sei die Aufhebung der Umweltzone.

DOKUMENT-NR. 17112

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