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PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

IHK Ulm und Haus der kleinen Forscher gehen mit Kooperation neue Wege für frühkindliche Bildung

Ulm, 24. April 2009

Nr. 67

Bei der IHK Ulm wird das erste Regionalbüro der bundesweiten Initiative „Haus der kleinen Forscher” eröffnet. Dazu haben die Partner am Freitag, 24 April, eine Vereinbarung unterzeichnet. Aufgabe des Regionalbüros wird es sein, das „Haus der kleinen Forscher” bei der Schaffung neuer Netzwerke im süddeutschen Raum zu unterstützen. Dabei soll die IHK Ulm insbesondere Kontakte zu den Industrie- und Handelskammern vermitteln.

In der IHK-Region Ulm wird modellhaft erprobt, wie ein Netzwerk in einer Region flächendeckend entwickelt und ausgebaut werden kann. „Die Partnerschaft mit der IHK Ulm wird uns dem Ziel ein großes Stück näher bringen, das Netzwerk des „Hauses der kleinen Forscher” möglichst in allen Kindergärten zu verankern”, sagte Dr. Peter Rösner, Geschäftsführer der Stiftung „Haus der kleinen Forscher” bei einem Pressegespräch in Ulm. Bisher haben sich 1.137 Kindergärten zur Teilnahme angemeldet. Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg rund 7.700 Kindergärten, in Bayern etwa ebenso viele.

Zweites Element der Kooperation ist das Ziel, Technik und Naturwissenschaften in die Ausbildung von Erzieherinnen zu integrieren. Dazu sollen Handreichungen entwickelt werden, die möglichst bundesweit Wirkung entfalten sollen.

Die IHK Ulm unterstützt das „Haus der kleinen Forscher” bei der Entwicklung dieser Konzeption. Die „Katholische Fachschule für Sozialpädagogik” in Ulm wird maßgeblich an der Entwicklung einheitlicher Standards beteiligt sein.

„Wir wollen Technik und Naturwissenschaft damit nachhaltig im vorschulischen Bereich verankern. Denn die Entscheidung für oder gegen Technik und Naturwissenschaft fällt viel früher als die konkrete Berufswahl”, sagte dazu IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle mit Hinweis auf wissenschaftliche Studien.

Das Land Baden-Württemberg begrüße die Partnerschaft im Bildungsbereich, sagte Georg Wacker, MdL, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden Württemberg. „Die IHK Ulm ist vorbildlich, was das Engagement der Wirtschaft in der Bildung betrifft”, so Wacker. Das „Haus der kleinen Forscher” leiste auch einen wesentlichen Beitrag zur Sprachförderung: „Wenn Kinder zu den Experimenten Fragen stellen und eine kompetente Antwort bekommen, dann ist das die beste Sprachförderung”, sagte der Staatssekretär.

Als erste Außenstelle des „Hauses der kleinen Forscher” ist die IHK auch das zentrale Ausbildungszentrum für Süddeutschland. Bei der IHK Ulm werden Workshop-Leiter und -Leiterinnen in Naturwissenschaft und Technik geschult, die dann Erzieherinnen weiterbilden. Ziel ist es, allen Kindergärten die Teilnahme am Workshop-Angebot des „Hauses der kleinen Forscher” zu ermöglichen.

Das „Haus der kleinen Forscher” ist Teil des Projektes „Faszination Technik”, mit dem die IHK Ulm Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaft und Technik begeistern will. Die Vollversammlung der IHK Ulm hat in ihrem Bildungsfonds dafür 1.000.000 Euro zur Verfügung gestellt.

(v.l.n.r.) Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm; Georg Wacker, MdL, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg; und Dr. Peter Rösner, Geschäftsführer „Haus der kleinen Forscher”; beschließen eine Kooperation, um in der frühkindlichen Bildung neue Wege zu gehen.

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