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PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

IHK Ulm begrüßt Vertragsunterzeichnung zu Stuttgart 21

Ulm, 2. April 2009

Nr. 82

Der 2. April 2009 ist ein außerordentlicher Tag für unsere Region und ihre Wirtschaft”, kommentiert IHK-Haupt­geschäftsführer Otto Sälzle die Vertragsunterzeichnung zu Stuttgart 21 im Neuen Schloss in Stuttgart. Mit den geleisteten Unterschriften ist nun ein Knopf an der Finanzvereinbarung zwischen Deutsche Bahn, Bund, Land, Stadt Stuttgart, Region Stuttgart und Flughafengesellschaft Stuttgart.

Die IHK Ulm hatte stets dafür plädiert, Stuttgart 21 und die Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm als ein untrennbares Gesamtprojekt zu betrachten. „Ohne Stuttgart 21 endet die Neubaustrecke in Wendlingen sprichwörtlich auf dem Acker”, so Sälzle.

Erst durch die Tieferlegung und Drehung des Bahnhofes würde eine neue Trassenführung über die Fildern ermöglicht, welche in Wendlingen an die Neubaustrecke anschließt. Auf diesem Wege wird auch der Flughafen Stuttgart integriert, der zukünftig in 23 Minuten von Ulm aus erreichbar sein wird. „Stuttgart 21 ist alternativlos. Nur auf diesem Weg lassen sich die Wachstumspotenziale für unsere Region vollständig ausschöpfen”, so Sälzle.

Das Projekt Stuttgart 21/Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist ein wichtiges Teilstück auf der Magistrale für Europa von Paris nach Budapest. Dabei wird die IHK-Region Ulm von der Umsetzung des Projektes in besonderem Maße profitieren. Laut einem Gutachten zur Magistrale werden die Wachstumsimpulse für die hiesige Region außerordentlich positiv ausfallen. Hinzu kommen ökologische Effekte.

Denn durch die kürzeren Reisezeiten stellt die Bahn bei weiteren Distanzen eine Alternative zum Flugverkehr und bei mittleren Distanzen zum Autoverkehr dar. Gerade Flugreisende werden in Zukunft bei einer Reisezeit von 23 Minuten zum Stuttgarter Flughafen wohl vermehrt auf die Bahn umsteigen.

Aktuelle Umfrageergebnisse der IHK Ulm bestätigen Prognosen
Fast drei Viertel der Unternehmen entlang des deutschen Teilstücks der Bahn-Magistrale Paris-Bratislava/Budapest wären bereit, häufiger oder viel häufiger den Zug zu nutzen, wenn die Strecke wie geplant ausgebaut und die Züge damit deutlich schneller wären als heute. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern Augsburg, München, Ulm und Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem EWAS-Institut aus Hannover.

„Das Ergebnis unterstreicht eindrucksvoll den Bedarf für eine durchgehende Hochgeschwindigkeitsverbindung”, so Sälzle zu den Ergebnissen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Personenverkehr
Von den antwortenden Unternehmen aus der IHK-Region Ulm haben 78 Prozent Geschäftsverbindungen in die deutschen Magistrale-Städte, 43 Prozent nach Österreich, 35 Prozent nach Frankreich und 16 Prozent nach Ungarn oder in die Slowakei. Für viele Firmen aus der Region ist dabei die Bahn ein Verkehrsmittel der Wahl: Während von jenen, die Geschäftskontakte nach München haben noch gut 73 Prozent regelmäßig (d. h.: zu zehn bis „über 50 Prozent”) den Zug ab Ulm nutzen, sind dies bei den Zielen Augsburg (48 Prozent), Stuttgart (68 Prozent) und Karlsruhe (51 Prozent) zum Teil spürbar weniger. Bei den internationalen Zielen wird die Bahn meist in noch geringerem Umfang gewählt.

Bei schnelleren Verbindungen würden aus der Region knapp 80 Prozent der Unternehmen „steigend” oder „stark steigend” auf die Bahn setzen. Die Zahl hebt die Bedeutung kürzerer Fahrzeiten hervor. Da die ICE-Neubau-strecke Stuttgart-Ulm in Zukunft knapp eine halbe Stunde Zeitersparnis bringen wird, zielt diese Maßnahme somit nach Ansicht der IHK genau in die richtige Richtung. In einem weiteren Schritt sollte nun auch noch die Strecke zwischen Ulm und Augsburg beschleunigt werden.

Güterverkehr
30 Prozent der Unternehmen aus allen IHK-Regionen transportieren Güter in die deutschen Magistrale-Städte, aus der IHK-Region Ulm haben dies 23 Prozent angegeben. Gut jedes zehnte Unternehmen fährt Güter aus der Region nach Österreich bzw. Frankreich (oder umgekehrt), und jedes vierzehnte nach Ungarn oder in die Slowakei. Die Schiene wird dabei von den Unternehmen bei den deutschen und österreichischen Zielen zu etwa einem Drittel und bei den französischen und ungarischen bzw. slowakischen Verkehren zu ca. einem Fünftel genutzt.

DOKUMENT-NR. 17042

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