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Bessere Ausbildung und mehr Erzieherinnen sind für die Sprachförderung notwendig
Ulm, 15. Mai 2009
Nr. 77
Die IHK Ulm fordert mehr und besser ausgebildetes Personal in den Kindergärten. Die Sprachförderung von Vorschulkindern funktioniere nur in Gruppen, in denen noch individuell auf jedes Kind eingegangen werden kann.
„Die Rahmenbedingungen für die Sprachförderung müssen verbessert werden. Es ist dringend notwendig, dass Erzieherinnen und Erzieher für die Sprachförderung von Kindern besser ausgebildet werden. Nur so kann das Sprachförderkonzept der Landesstiftung greifen”, fordert IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle.
Wie jetzt bekannt wurde, erzielt das Sprachförderprogramm „Sag mal was” der Landesstiftung trotz der hohen Investitionen nicht die gewünschten Wirkungen. Die sprachlichen Leistungen der Vorschulkinder in den speziell dafür eingerichteten Förderkursen verbesserten sich nicht schneller als in den übrigen Kindergartengruppen.
Die IHK Ulm hat in ihrem ersten regionalen Bildungsreport 2008 bereits darauf hingewiesen, dass bis zu einem Viertel der Kinder bei der Einschulung sprachlichen Förderbedarf aufwiesen. Bei nicht deutschsprachigen Kindern seien die Quoten noch weitaus höher. „Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind entscheidend für den weiteren Bildungs- und Lebensweg. Hier darf nicht am Personal gespart werden”, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.
Kleinere Gruppen seien die Voraussetzung für eine individuelle Förderung jedes Kindes. Der Personalschlüssel müsse erhöht werden. Der Personalschlüssel in Baden-Württemberg für Kinder über 3 Jahre beträgt 1:9,3 (2006). Von der Bertelsmann Stiftung wird dagegen ein Personalschlüssel von 1:7,5 empfohlen. Darüber hinaus müsse die Förderung frühzeitig beginnen.
Die IHK fordert deshalb erneut die Einführung einer verpflichtenden zweijährigen Vorschule. „Es wird immer wieder bestätigt, dass der Kindergartenbesuch für den Spracherwerb essentiell ist. Deshalb sollten die zwei letzten Kindergartenjahre für alle verpflichtend werden”, schlussfolgert IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle.
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