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AUS- UND WEITERBILDUNG

Landesweites Jugendbegleiterprogramm: Machen Sie mit! Werden Sie Jugendbegleiter!

Mit dem Einsatz ehrenamtlich tätiger Jugendbegleiter will die Landesregierung die Ganztagsbetreuung an Schulen in Baden-Württemberg erheblich ausweiten. Die IHK Region Ulm unterstützt diese Initiative, weil sie darin die Chance sieht, Schul- und Arbeitswelt noch stärker miteinander zu vernetzen. Jugendbegleiter aus der Wirtschaft können insbesondere dazu beitragen, das Wissen der jungen Menschen über wirtschaftliche Zusammenhänge zu verbessern und ihnen frühzeitig Eindrücke aus der Berufswelt zu vermitteln.

Aufgaben und Einsatzfelder des Jugendbegleiters
Jugendbegleiter werden zur Durchführung und Ergänzung pädagogischer Angebote sowie für Betreuungsangebote an Ganztagesschulen aller Schularten eingesetzt. Ein eigenverantwortlicher Einsatz im Pflichtunterricht erfolgt nicht.
Für Fachleute aus der Wirtschaft - vom Unternehmer über die Geschäftsleitung bis zum Ausbilder und gegebenenfalls sogar Auszubildenden - bieten sich Themen aus der Arbeitswelt und dem beruflichen Alltag an. Sie können als Arbeitsgemeinschaften, innerhalb kleinerer Projekte oder in anderen Formen durchgeführt werden. Die Themenbereiche sind inhaltlich nicht vorgegeben. Zahlreiche Ansatzpunkte bieten die bisherigen Kooperationen und Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben. In den noch zu erstellenden Handreichungen werden einzelne Themen exemplarisch aufbereitet.

Qualifikation
Jugendbegleiter sollen über eine berufliche Grundqualifikation verfügen. Darüber hinaus bietet die IHK Ulm regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für Jugendbegleiter an.

Verbindlichkeit und Zuverlässigkeit
Der ehrenamtliche Einsatz erfolgt im Rahmen des schulischen Wochenplans und muss deshalb zuverlässig sein. Damit für alle Beteiligten Planungssicherheit herrscht, sollen sich Jugendbegleiter verpflichten, mindestens ein Schulhalbjahr im Umfang von zwei Stunden je Woche an der Schule tätig zu sein. Das Bildungsnetzwerk Schule/Wirtschaft organsiert Jugendbegleiterteams von ca. 2 - 5 Personen, die sich die wöchentlichen Kurseinheiten aufteilen. Somit ist der zeitliche Aufwand für jeden Jugendbegleiter individuell und langfristig planbar.

Organisation
Die Verantwortung für den Einsatz der Jugendbegleiter sowie die pädagogische, fachliche und organisatorische Aufsicht obliegt dem Service Point Schule / Wirtschaft der IHK Ulm. Der Service Point erarbeitet zusammen mit den Jugendbegleitern ein für die Einsatzschule entsprechendes Kursangebot. Dabei werden die beruflichen und persönlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse der Jugendbegleiter ebenso berücksichtig, wie die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler vor Ort.

Vergütungspauschale
Der Jugendbegleiter aus der Wirtschaft hat Anspruch auf eine entsprechende Aufwandsentschädigung. Die Modellschulen erhalten hierzu ein Schulbudget, das die Kommunen aus eigenen Mitteln aufstocken können. Die Auszahlung und Abrechnung übernimmt der kommunale Schulträger.

Versicherung
Der Jugendbegleiter ist in die Sammelversicherungsverträge eingeschlossen, die der Ministerrat zur Verbesserung des Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutzes für bürgerschaftlich und ehrenamtlich engagierte Menschen in Baden-Württemberg beschlossen hat.

DOKUMENT-NR. 17243

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