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Evaluation Bildungsnetzwerk
(PDF, 1,273 KB) (Dokument-Nr.: 76163) -
Evaluationsstudie_2010
(PDF, 613 KB) (Dokument-Nr.: 76165)
Die von der IHK Ulm initiierte Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft konnte die Bildungsqualität in der Region deutlich verbessern. Dies zeigt eine von der IHK Ulm in Auftrag gegebene wissenschaftliche Evaluation.
Der Erfolg des Bildungsnetzwerkes liegt vor allem darin begründet, dass die vorhandenen Strukturen und Kompetenzen in der Region zusammengeführt werden konnten. Die Evaluationsstudie, die die Professoren Dr. Harald Görlich und Thomas Ohlhauser, beide vom Studienseminar Weingarten, im März 2009 vorgelegt haben, hebt den „Brückencharakter“ und die „Drehscheibenfunktion“ des Bildungsnetzwerks hervor. Auch der Beitrag zur Herausbildung eines Bewusstseins für eine Bildungsregion erfährt darin eine Anerkennung.
Dieser Erfolg ist nur möglich, weil viele Akteure sich für die Entwicklung dieses Bildungsnetzwerks engagieren und vertrauensvoll zusammen arbeiten. „Diesen Einsatz kann man nicht hoch genug veranschlagen. Es wird eine gesellschaftliche Verantwortung aller Beteiligten zum Nutzen der jungen Generation wahrgenommen, die ein hohes bürgerschaftliches Engagement deutlich macht“, so Professor Harald Görlich.
In der Region der IHK Ulm ist es gelungen, ein Bildungsnetzwerk mit den Handlungsschwerpunkten „Förderung der Berufs- und Studienorientierung und der Förderung von Naturwissenschaft und Technik“ auf- und auszubauen. Die organisatorische Voraussetzung für die Verankerung dieses Bildungsnetzwerkes in der Region hat die IHK Ulm mit der Einrichtung eines Servicepoints geschaffen, der die vielfältigen Aktivitäten begleitet und koordiniert.
Die Säulen des Bildungsnetzwerks Schule / Wirtschaft:
Die Vollversammlung der IHK Ulm hat 2006 einen Bildungsfonds aufgelegt, um ein regionales Bildungsnetzwerk zwischen Schule und Wirtschaft zu fördern. Die Unternehmen in der Region haben sich von Beginn an in dieses Bildungsnetzwerk eingebracht. Ziele sind die Berufs- und Studienorientierung zu verbessern sowie das Interesse für Naturwissenschaft und Technik zu fördern. So konnten bisher 68 Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen unterzeichnet werden (Stand Sommer 2009). Sowohl Schulleiter als auch die Vertreter der Unternehmen bestätigten nachdrücklich die wichtige Vermittlungsfunktion des Bildungsnetzwerks. „Gewinner unseres Engagements sind die Schülerinnen und Schüler, die einen direkten Einblick in die betrieblichen Prozesse erhalten“, sagte der Präsident der IHK Ulm, Dr. Peter Kulitz.
155 Jugendbegleiter aus der Wirtschaft engagieren sich im Rahmen der Ganztagsbetreuung an den Schulen (Stand Sommer 2009). Die vorliegende Studie bescheinigt, dass diese Angebote von den Schülerinnen und Schülern gerne angenommen und geschätzt werden.
Im Projekt „Faszination Technik“ bietet die IHK Fortbildungen für Lehrer an und unterstützt die Schulen bei der Anschaffung von Lehrmaterialien für das Fach NWT. 75 Grundschulen und 22 Gymnasien haben bisher an solchen Fortbildungen teilgenommen (Stand Sommer 2009). Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle sieht darin „einen fundamentalen Schritt, um die Schülerinnen und Schüler nachhaltig für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern“.
Kultusministerin Marion Schick zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Unternehmen in der Region der IHK Ulm und lobt die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft als beispielhaft und vorbildlich. „Mit der Gründung des Bildungsnetzwerks hat die IHK Ulm eine hervorragende Grundlage für die Zusammenarbeit in der Region geschaffen und eine beeindruckende Anzahl von Bildungspartnerschaften geschlossen. Die enge Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen ist ein wichtiger Schlüssel, um den wachsenden Fachkräftebedarf der Zukunft zu bewältigen. Die Schülerinnen und Schüler, die den Arbeitsmarkt und seine Anforderungen kennen, können sich zielgerichtet auf ihren Schulabschluss und ihren Berufsweg konzentrieren“, so die Kultusministerin.
Vor 280 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Schulen und Elternschaft im Haus der Wirtschaft wurden die Ergebnisse der Evaluation zur Verbesserung der Bildungsqualität in der Region vorgestellt.